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australische-vfx-industrieAustralische VFX Industrie von Herbert Heinsche und Katrin Schmid

1) Wie lange arbeitet ihr schon in Australien und in welchem Bereich der VFX Industrie?

Katrin: Ich bin jetzt seit über 2 Jahren als Pipeline-Softwareentwickler für Visual Effects und Animation in Australien. Zuerst war ich Softwareentwickler für den Animationsfilm „Happy Feet 2″, dann habe ich bei Rising Sun Pictures für die Pipeline von „Harry Potter und die Heiligtümer des Tode“ entwickelt. Im Moment bin ich VFX Softwareentwickler bei Fuel VFX für Marvel‘s „Thor“ und „Captain America: The First Avenger“ Filme.

Als Programmierer arbeitet ich an Studio- oder projektspezifischer Software, also nur selten direkt an Elementen oder Shots, die dann im Film zu sehen sind.


Herbert: Ich arbeite seit etwa 2 Jahren im Bereich Lighting in Australien, im Moment an dem Animationsfilm „Happy Feet 2“. Zuvor habe ich an dem Animationsfilm „Die Legenden der Wächter“ sowie an diversen TV Spots gearbeitet. Hauptsächlich bin ich mit „Keyshot lighting“ beschäftigt also Shots, die den Look der entsprechenden Sequenz festlegen.


2) Könnt ihr cgheute einen kurzen Überblick über die VFX Industrie in Australien geben?

Katrin: Im Vergleich zu London oder Kalifornien ist die australische VFX Industrie nicht so groß, dass konstant an großen internationalen Filmprojekten gearbeitet wird. Gutes “Timing” und  “Netzwerken“ können also eine entscheidende Rolle bei der Jobsuche spielen.

In den letzten Jahren haben es die globale Finanzkrise, die starke internationale Konkurrenz und der hohe Kurs des australischen Dollar der australischen Filmindustrie erschwert internationale Dreharbeiten und Postproduktions-Aufträge nach Australien zu locken. Gerade wurden aber mehrere von der Regierung mit $20 Millionen (AUS) unterstützte Film- und Fernsehprojekte in New South Wales angekündigt.


Die australischen VFX Firmen verteilen sich hauptsächlich auf die Großstädte Sydney, Melbourne, Brisbane und Adelaide. Die größten Produktionshäuser sind derzeit „Animal Logic“, „Dr. D Studios“ und „Fuel VFX“ in Sydney, „Rising Sun Pictures“ in Adelaide und „Iloura“ in Melbourne. Die Anzahl der Mitarbeiter kann aber projektabhängig stark schwanken.

Sydney ist Australiens größte Stadt und es ist leicht zu sehen warum die meisten Australier hier wohnen wollen: schöne Strände im Stadtgebiet, Wälder und Berge im Umland und fast immer gutes Wetter. Wir entdecken noch immer neue Spots.

Adelaide, Hauptstadt des Bundesstaates Südaustralien, liegt in einem Weinanbaugebiet mit mediterranem Klima. Die Stadt ist etwa ruhiger, hat aber zahlreiche historischen Gebäude, Universitäten, ausgedehnte Parks und lange Sandstrände und ist nur wenige Stunden vom australischen Outback entfernt.

Die Wohnungsmieten in Sydney sind in den letzten Jahren extrem gestiegen: im Median kostet eine Wohnung $425 (AUS) pro Woche (Quelle: mx! Zeitung, Januar 2011). Wohnungsmietverträge in Australien werden normalerweise für mindestens sechs Monate abgeschlossen.


3) Was muss ich bei der Bewerbung in Australien beachten?

Herbert: Die besten Chancen hat man als internationaler Bewerber bei größeren Firmen und langfristigen Projekten, da in Australien ein Arbeitsvisum erforderlich ist. Die Bearbeitungszeit für ein temporäres Arbeitsvisum beträgt ca. 1-3 Monate, die Gebühren für dieses Visum übernimmt der Arbeitgeber. Vorrausetzung für ein temporäres Arbeitsvisum (Kategorie 457) sind ein Jobangebot in Australien und mehrjährige relevante Berufserfahrung. Ein temporäres Arbeitsvisum gilt maximal 4 Jahre, ist allerdings an einen Arbeitsvertrag gebunden und erlischt wenn dieser endet. Dann muss man innerhalb von 30 Tagen Australien verlassen, also unter Umständen nicht ideale Vorrausetzungen um mit Familie nach Australien zu ziehen. Da man nicht das staatliche Gesundheitssystem nutzen kann, muss man außerdem eine relativ teure private Krankenversicherung abschließen.


Alternativ kann man sein Glück mit einem “Work and travel”-Visum versuchen, mit dem man auch als Freelancer arbeiten kann. Australien und Deutschland haben eine wechselseitige Vereinbarung über Visa für Ferienarbeitsaufenthalte für junge Leute (unter 30 Jahren) . Ich habe aber persönlich keine Erfahrung mit dieser Variante.

Die Einkommenssteuer ist in Australien zwar deutlich geringer, viele in Europa selbstverständliche Sozialleistungen wie bezahlter Urlaub, Lohnfortzahlung bei Krankheitstagen oder die Bezahlung von Überstunden sind in Australien nicht gesetzlich geregelt. Es gibt allgemein weniger Urlaubstage und die Kündigungsfristen sind deutlich kürzer.


Bei internationalen Bewerbern folgt einer erfolgreichen Bewerbung anstatt eines persönlichen Vorstellungsgespräch meist ein oder mehrere Telefoninterviews. Anschließend befragt der potentielle Arbeitgeber die vom Bewerber angegebenen „References“. References sind im Bewerbungskontext ehemalige Kollegen oder Vorgesetzte, die normalerweise Fragen zu den Stärken, Schwächen, Teamarbeit, Verhalten unter Zeitdruck etc. des Bewerbers beantworten müssen.

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