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Dez 10

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Making of Saving the Alien Girl

‚Saving the Alien Girl’ ist in zweierlei Hinsicht ein, für meine Verhältnisse, ungewöhnliches Artwork. Erstens ist es vom Genre her eines meiner ganz wenigen Motive, die im Bereich Science Fiction angesiedelt sind und zweitens habe ich in diesem Artwork eine für mich völlig neue Technik angewendet – das Digital Sculpting. Um letzteres soll sich auch dieses Making Of drehen, in dem ich nämlich versuchen möchte, einen Einblick in diese spannende Technik zu geben, die auf den ersten Blick wie 3D-Grafik aussieht, sich aber in vielen entscheidenden Punkten deutlich von der klassischen Arbeit in 3D-Programmen unterscheidet. Von Daniel Lieske.

Ein Illustrationsprojekt in ZBrush und Photoshop

Obwohl ich in den fast 10 Jahren meiner Tätigkeit in der Computerspielebranche häufig mit 3D-Grafik gearbeitet habe, bin ich, besonders im privaten Bereich, doch immer 2D Artist geblieben. 3D-Programme, mit ihren zahllosen Menüs und Funktionen, haben für mich seit jeher den Charme eines Flugzeugcockpits. 3D-Modelle entstehen über komplexe Arbeitsschritte, man muss Polygone aufziehen, Punkte verschieben und die unterschiedlichsten Aktionen durchführen, um am Ende ein Modell vorliegen zu haben, das erst Mal nur ein unattraktives Drahtgitter ist. Danach muss man dann in einem nicht minder mühsamen Prozess Oberflächen mit Texturen versehen, die ganze Szene mit Lichtern ausstatten und endlose Testberechnungen ausführen, bis man irgendwann mal ein Bild erzeugt hat, das einem zusagt. Wenn dann am Ende ein schönes Ergebnis herauskommt, muss man sich fast schon fragen, wie das nach so einem technischen Prozess überhaupt möglich ist.

Maya

Für meine kreative Arbeit wünsche ich mir eine intuitive und inspirierende Arbeitsoberfläche. In einem Programm wie Photoshop z.B. mache ich im Endeffekt die gleichen Arbeitsschritte, wie auf dem Papier, nur eben in einer digitalen Umgebung. Ich treffe aber immer noch die gleichen Entscheidungen wie „damals“ auf dem Papier und das Arbeitserlebnis mit dem Grafik Tablet ist sehr nah dran an der klassischen Arbeitsweise.

Mit dem Programm ZBrush von Pixologic, hat sich vor einigen Jahren eine neue Technik entwickelt, die versucht, die visuellen Möglichkeiten der 3D-Grafik mit der intuitiven Arbeitsweise traditioneller Techniken zu verbinden. So wie Photoshop anstrebt, ein Ersatz für Stift und Papier, Leinwand und Farbe zu sein, so ist ZBrush bemüht, einen Ersatz für Ton und Modelliermasse darzustellen. Anstatt mit der Maus durch Menüs zu navigieren, und kleinste Drahtgitterkomponenten zu manipulieren, konzentriert sich ZBrush auf die intuitive Arbeit mit virtueller Modelliermasse. Diese wird mit dem Stift bearbeitet und wird auch stets in einer finalen visuellen Form dargestellt. Es besteht keine Trennung mehr zwischen Modellieren und Rendern. Man arbeitet stets mit dem finalen Ergebnis vor Augen, in Realtime und ohne Wartezeiten.

Eben dieser neue Ansatz hat mich dazu gereizt, das Digital Sculpting auszuprobieren. Nachdem ich etwa ein Jahr lang kleinere Experimente mit dieser Technik gemacht hatte, entschloss ich mich dazu, die Technik im Rahmen eines größeren Projektes auf die Probe zu stellen. Die von der Webseite cgsociety.org veranstaltete CG Challenge ‚Uplift Universe’ gab dazu einen geeigneten Anlass und so machte ich mich daran, über einen Zeitraum von knapp 8 Wochen in den Abendstunden und an Wochenenden an ‚Saving the Alien Girl’ zu arbeiten.

Jedes Bild beginnt für mich mit einer Story. Der erste Schritt ist immer, sich darüber klar zu werden, was man eigentlich darstellen will. Meine allererste Skizze zeigte daher auf sehr einfache Art und Weise, was in meinem Bild passieren sollte: ein Weltraumheld rettet eine holde Maid aus den Fängen einer außerirdischen Bestie.

 

Concept_Sketch_01

Bei dem Helden handelt es sich um eine Figur, die mir schon vor Jahren in den Sinn kam und deren Abenteuer sich seitdem ständig in meinem Kopf weiterentwickeln. Sein Name ist Captain Orion und er ist Kapitän eines Minenbauraumschiffes, mit dem er in den Asteroidenfeldern nach seltenen Mineralien sucht. Über ein außerirdisches Portal gelangt er in einen wundersamen Raumsektor, in dem er zahlreiche Gelegenheiten hat, Heldentaten zu begehen und Abenteuer zu erleben. Obwohl die Figur schon eine Weile in meinem Kopf herumgeisterte, hatte ich ihr nie eine konkrete Form gegeben. Für das Artwork musste das natürlich nachgeholt werden und daher zeichnete ich einige Skizzen zu meinem Helden.

Hero_Sketch_03

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