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Nov 24

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In diesem Interview gewährt uns Rafael Mayrhofer (Regie) einen Einblick hinter die Kulissen des Stop-Trick Kurzfilms „Drop Out“. Stop-Trick gemischt mit CG-Elementen… Interview, Kurzfilm, Making Of Stills und Clip inside….

Drop Out


Auf der Webseite der  FH Hagenberg steht, das das Projekt insgesamt 4,5 Monate in Anspruch genommen hat. Kannst Du kurz erklären wie lange die Vorbereitung, Entwickeln der Story, Set-Bau, 3D Rendern, der eigentliche Stop-Trick Dreh, Compositing, Musik etc. im einzelnen in Anspruch genommen haben.

Rafael Mayrhofer: Also die 4,5 Monate waren reine Preproduction. Also Entwicklung einer Idee, planen der Sets und Auflösung der Geschichte in einem Storyboard. Innerhalb dieser 4 Monate wurden von unserem gesamten Jahrgang (16 Studenten) Konzepte entwickelt und am Ende des Semesters gepitcht, wobei von den Studenten selbst ausgewählt wurde, welche Konzepte realisiert werden. So gesehen ist natürlich auch eine etwas zurückhaltende Anstrengung in das Konzept gegangen. Ich habe viel am Grundgerüst (der Geschichte und dem Ablauf an sich) gefeilt und wollte dieses Fundament so stark als möglich haben. Design und Produktionspläne habe ich dadurch vernachlässigt um für den Fall, dass mein Projekt nicht auserkoren worden wäre nach wie vor etwas habe was mit meinem Perfektionismus vereinbar ist. Sozusagen habe ich drei von 5 Punkten wirklich poliert bis zum geht nicht mehr und die restlichen zwei Punkte unter den Tisch fallen lassen.

Ich spreche jetzt in groben Zahlen, da es alles sehr ineinander geflossen ist. Am Set haben zwei von uns ca. 3 Monate getüftelt. Der Dreh selbst nahm ca. drei bis vier Wochen + fünf Tage der Vorspann, in Anspruch. Compositing und Postproduction selbst haben sich über 2,5 Monate (also den Sommer) gezogen. Die Musik ansich wurde ausgelagert und dauerte ca. einen Monat – diese wurde auch ausschließlich zum Animatic gemacht, als tatsächlich noch nichts vom tatsächlichen Film zu sehen war. Das Sounddesign wiederum entstand innerhalb der 2,5 Monate Postproduktion. Der erste Sommer meines Lebens in dem ich kein einziges Mal an einem See war.




Wie viele Personen war an dem Projekt beteiligt? War es einfach die Leute für dein Projekt zu Motivieren?

Rafael Mayrhofer: Sechs Leute bildeten das Team. Abgesehen davon hat ein Freund aus meiner Heimatstadt die Musik gemacht. Grossen Dank muss ich hierbei aber auch an unsere Professoren (Sabine Retschitzegger, Hagler Jürgen) aussprechen, die einerseits imens wichtiges Feedback gegeben haben, dieses aber auch nie forciert haben, wenn wir anderer Meinung waren, insofern zähle ich sie zum Team. Bei dem erwähnten Pitch habe ich nie die Absicht verfolgt etwas zu verkaufen oder jemanden zu motivieren. Ich denke meine grosse Eigenmotivation und der Umstand, dass ich mir immer mehr Gedanken um die Essenz eines Projekts, als um seine Verpackung mache, haben überzeugt. Ich bin auch der Überzeugung das Motivation nur von innen kommen kann, externe Motivatoren sind immer nur von kurzlebiger Dauer. Während des Projektes waren nicht immer alle voll dabei, das ist klar – aber da habe ich auch genau meine Einstellung gelebt, ich habe nicht versucht irgendjemanden zu überzeugen, dass es toll wäre, wenn er das und das machen könnte – niemand will Motivation aufgezwungen bekommen, ich habe eher versucht selbst so viel Zeit und Energie als möglich hineinzustecken und darauf gehofft, dass meine Kollegen von alleine Feuer fangen.

Meiner Meinung nach hat das exzellent geklappt. Im Endeffekt mussten wir das Projekt ja über die Sommerferien fertigstellen, wo man schon gespürt hat, dass die Motivation bei fast allen sehr hoch war, da Urlaubspläne danach ausgerichtet bzw. sogar verworfen wurden. Wenn das bei einem weder bezahlten noch irgendwie anders ideell rückvergütetem Studendenprojekt der Fall ist, läuft irgendwas vollkommen richtig.



Was waren die Besonderheiten bei deinem Stop-Trick Dreh? Wie war der Arbeitsablauf und wie viele Personen waren bei dem eigentlichen Stop-Trick Aufnahmen gleichzeitg am Set (Wie ist die Arbeitsaufteilung gewesen, Kamera, Bewegung der Figuren, Continuity etc.)?

Rafael Mayrhofer: Von den angesprochenen sechs Leuten waren zwei Leute (Sven und Katja) rein mit 3D beschäftigt, während drei Leute sich aussschließlich um den analogen Part gekümmert haben. Johannes hat praktisch das Bindeglied dazwischen dargestellt indem er sich unter anderem um das perspektivische matchen zwischen digitalem und analogen Set gekümmert hat. Die Besonderheit war ganz bestimmt die Kombination, da auch alles zusammengehörig wirken musste am Ende. Das war der Aspekt, der verlangt hat, dass wir alles bis ins Detail planen mussten. Eine Kamerafahrt war im nachhinein z.B. nicht mehr austauschbar. Eine Einstellung von 2 Sekunden erforderte mit Lichtaufbau, Setvorbereitung und Abmessungen für 3D sicher zwei Stunden – bei derartigem Drehaufwand überlegt man sich schon drei Mal was man genau abfotografiert. Es hat uns natürlich aber auch die kreative Spontanität ein bisschen kastriert.


Wie gestaltete sich der Arbeitsablauf beim Compositing der 3D Elemente mit den Stop-Trick Aufnahmen?

Rafael Mayrhofer: Gestaltete sich überraschend einfach eigentlich. Die Angst davor war weit größer, als sie sein hätte müssen. Das ist aber auf jeden Fall der grandiosen unsichtbaren Arbeit von Johannes zu verdanken, der jede digitale Kamera nach den analogen Maßen aufgesetzt und das in meinen Augen wirklich fehlerfrei hinbekommen hat. Vom Arbeitsablauf des Compositings war nach dem tollen Baustein von Johannes alles eine angenehm visuelles Herantasten. Es musste natürlich viel rotoskopiert werden um Vordergrund und Hintergrundelemente zu trennen. Von Anfang an wichtig war es uns viele Elemente so zu platzieren, dass sie die Charaktere teilweise verdecken und somit die Integration glaubhafter wirken lassen – meiner Einschätzung nach war das auch der wichtigste Punkt für das Compositing. Die extreme Lichtsituation und der hohe Kontrast waren auch sehr dankbare gestalterische Mittel um die Charaktere zu integrieren.

Die Kamera ist hier vielleicht noch einmal getrennt hervorzuheben. Mit Stop Motion und ohne Motion Control Kamera waren wir von anfang an limitiert auf relativ statische Einstellungen, dieses technische Defizit haben wir aber in ein konzeptionelles Element verwandelt. Wir versuchten eine subtile Förderbandästhetik in unsere Kamerafahrten zu bekommen. Lineare Bewegungen mit punktuellem Start und Stop im Prinzip. Um der Statik der Bilder noch entgegenzuwirken und Ton und Bildebene stärker zu verknüpfen haben wir unseren Bildern auch ein leichtes Beben gegeben, das mit bassigen Boxen und einer grossen Projektionsfläche wirklich sehr viel Atmosphäre bringt.

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