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Nov 04

In Teil 2 erklärt Daniel Mechenbier wie man ein HDR Bild aus einer Reihe unterschiedlich belichteter LDR-Bilder erstellt.

Wie erstelle ich ein HDR-Bild?

Es ist keine Hexerei, ein HDR-Bild zu erzeugen.
Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Möglichkeiten, HDR-Bilder zu generieren:

1. mit einer speziellen HDR-Kamera
2. aus einer Reihe unterschiedlich belichteter LDR-Bilder
3. als Rendering, bzw. als künstliche Computergrafik

In diesem Tutorial gehe ich speziell auf Möglichkeit 2 ein.

Wie wir bereits gelernt haben, kann ein gägniges LDR-Bild aus der Digitalkamera nur einen sehr begrenzen Dynamikbereich
abbilden. Es liegt also nahe, verschiedene Bilder mit verschiedenen Belichtungsstufen zu schiessen, die dann am Rechner zu einem Bild verrechnet werden, das die Belichtungsstufen aller Bilder enthält und damit in Summe auch einen größeren Dynamikbereich als jedes der Einzelbilder.

Und genau so wird es auch gemacht 🙂

Um bei meinem Bild aus Teil 1 zu bleiben, macht ihr einfach Folgendes:

– Kamera mit Stativ aufstellen
– Bildausschnitt festlegen (also das, was ihr fotografieren möchtet)
– Kamera in den manuellen Modus schalten
– Selbstauslöser einschalten, um jede Verwacklung beim Auslösen so weit wie möglich zu vermeiden
– drei Bilder schiessen:

Bild 1: Belichtung -2
Bild 2: Belichtung +/- 0
Bild 3: Belichtung +2

Ich habe meine Bilder mit einer Canon Ixus erstellt. Es kann sein, dass andere Kameras andere Werte für die Belichtung angeben. Grundsätzlich bedeutet es aber, dass ihr ein unterbelichtetes Bild, ein normal belichtetes Bild und ein überbelichtetes Bild knipsen müsst.
Um halbwegs brauchbare Ergebnisse zu erzielen, solltet ihr mindestens 3 Bilder schiessen, eine sogenannte Belichtungsreihe.
Um wirklich gute Ergebnisse zu bekommen, sollten es später dann schon etwa 10 verschiedene Belichtungsstufen sein.
Ein Stativ ist in der Tat unerlässlich um für jedes Bild exakt den gleichen Ausschnitt zu bekommen.

Weiterverarbeitung am Rechner am Beispiel von Adobe Photoshop CS2

Zurück am Rechner spielt ihr die eben aufgenommenen Bilder auf die Festplatte, öffnet Photoshop, der HDR-Bilder ab Version CS2 erstellen kann, und startet über “File” -> “Automate” -> “Merge to HDR” das integrierte HDR-Tool.
Dort könnt ihr zuerst die Bilder angeben, die Photoshop zur Berechnung verwenden soll. Ab dann passiert eigentlich alles Vollautomatisch. Je nach Anzahl der Bilder dauert es ein paar Minuten, bis Photoshop die Berechnung abgeschlossen hat. Zum Schluss erscheint ein Dialog, über den ihr den Weisspunkt des finalen Bildes festlegen könnt. Ist dies geschehen, rendert Photoshop das finale Bild, welches ihr nun als *.hdr, *.tif oder *.exr Datei speichern könnt.
Andere Formate sind in diesem Stadium nicht möglich, da das Bild derzeit noch eine Farbtiefe von 32bit pro Kanal hat. Um ein JPG-Bild zu speichern muss daher vorher noch die Farbtiefe über “Image” -> “Mode” -> “8Bits/Channel” auf 8bit pro Kanal runtergeschraubt werden.

Bild 1: Unterbelichtet
Aussenbereich ist gut erkennbar, dafür
“säuft” der Innenraum ab, da er viel zu
dunkel ist. Details sind so gut wie nicht
erkennbar.
Bild 2: Normal belichtet
Aussenbereich überstrahlt, dafür innen
alle Details, zum Beispiel der Pflanze,
erkennbar.
Bild 3: Überbelichtet
Der Aussenbereich ist so stark überbelichtet,
dass der Fensterrahmen fast
vollständig “weggebrannt” und nicht
mehr erkennbar ist.











Bild 4: Fertiges HDR-Bild
Schon besser. Innen- und Aussenbereich sind deutlich
erkennbar und würden, wenn als Reflection-Map verwendet,
recht realistische Reflektionen liefern.

Mein Beispiel oben ist ein einzelnes Bild, dessen Erstellung ca. 10 Minuten gedauert hat. Als Reflection-Map in 3ds Max, Maya, Softimage oder welcher Software auch immer, ist es allerdings nicht wirklich zu gebrauchen, weil man für diesen Zweck am besten mit 360-Grad Panoramen arbeitet, die die komplette Szene umschliessen können.
Deren Erstellung dauert natürlich länger. Ein normales 360-Grad Panorama besteht in der Regel aus 10-15 Bildern. Diesen Wert müsst ihr also mal 3 rechnen, bzw. mal der Zahl an Belichtungsstufen, die ihr einrechnen möchtet, denn es muss ja für jede Belichtungsstufe ein eigenes Panorama geschossen werden. Und je nach Standort muss es natürlich schnell gehen. Wenn ihr im Freien Fotografiert müsst ihr bedenken, dass sich die Lichtsituation ständig ändert. Eine halbe Stunde lang Bilder zu knipsen kann schon in einem veränderten Sonnenstand oder einer unterschiedlichen Bewölkung resultieren.

Alternativen zu Photoshop?

Da das Thema HDRI in den letzten Jahren immer wichtiger und interessanter geworden ist, findet sich auch vermehrt entsprechende Software, um HDR-Bilder zu generieren und zu bearbeiten. Weitere Anwendungen wären FDR Tools Advanced und Photomatix Pro. Die beiden letzten sind spezielle HDRI-Tools und daher auch deutlich günstiger als Photoshop. Wer dennoch gerne mit Adobe Software arbeiten möchte, sollte sich eventuell Photoshop Elements anschauen. Auch er kann HDR-Bilder genrieren, bietet aber weniger Bearbeitungsmöglichkeiten.
Wenn ihr komplette 360-Grad Panoramen erstellen möchtet, muss vor der HDRI-Erstellung natürlich noch ein anderer Schritt erfolgen. Nämlich das Zusammensetzen der einzelnen Panoramen mit den verschiedenen Belichtungsstufen. Erst nachdem dies erledigt ist, könnt ihr Photoshop diese Panoramen als Quelle für das HDR-Bild angeben.
Programme, die Panoramen aus Einzelbildern erstellen können, sind beispielsweise Autodesk Stitcher, ebenfalls Photoshop
CS2 oder PhotoStitch von Canon. Eine Liste weiterer Programme findet ihr hier:
http://www.fotocommunity.de/info/Panoramasoftware


Vielen Dank an Daniel Mechenbier für dieses Tutorial!

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