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Mrz 02

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Robert Kuczera war als Senior Animator für einige Animationen der Aliens in „District 9“ verantwortlich. Hier berichtet er wie es dazu kam das er an „District 9“ gearbeitet hat und wie sich das Arbeiten an dem Film gestaltete. Ausserdem ein paar Before/After Shots aus „District 9″….


Was war deine Aufgabe bei der Produktion von District 9, welche Position hattest Du im Team?

Ich habe mich um die Animation der Aliens (Shrimps) gekümmert. Als Senior-Animator war ich unter anderem für die Animation der Hauptfigur („Professor-Shrimp“) zuständig. Es gab Shots die komplett von Hand gekeyframed wurden, sowie Shots die auf Basis von Motioncapture-Daten erstellt wurden. Die Motioncapture-Daten waren besonders wichtig, weil das Acting der Motioncapture Schauspieler  vom Regisseur bereits abgenommen war. Wie so oft beim arbeiten mit Motioncapture-Daten mussten einige Shots teilweise überarbeitet werden und je nachdem komplett neu animiert werden.







An welchen Feature Film Projekten hast Du vor „District 9“ gearbeitet?

Der wahrscheinlich bekannteste Film an dem ich bisher gearbeitet habe war „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“. Ausserdem habe ich an den in Deutschland produzierten Feature Filmen „Lissi und der wilde Kaiser“, „Hui Buh das Schlossgespenst“ und „Hexe Lilli“ gearbeitet. Den Animations-Interessierten dürfte „Drachenjäger“ ein Begriff sein, sowie „Donkey Xote“, oder Happily never After.







Wie kam es dazu das Du an „District 9“ gearbeitet hast? Bei welcher Firma und Wo war das genau?

Ich war gerade auf Weltreise mit meiner Freundin und wir wollten Halt in Vancouver/Canada machen. Ich kenne einen deutschen Artist in Vancouver der zu der Zeit bei Image Engine in Vancouver gearbeitet hat. Ich fragte Ihn ob wir bei ihm ein paar Tage unter kommen könnten. Dabei erwähnte er das Image Engine derzeit für ein Film-Projekt Animatoren sucht. Die Arbeit daran würde etwa 2 ½ Monate dauern und das Projekt würde gleich nach der Beendigung meiner Weltreise beginnen. Ich schickte mein Animation-Reel nach Vancouver und siehe da, es hat gepasst 😉 Nach einem Telefon Interview mit dem Animation Supervisor bei Image Engine zwecks kennenlernen war ich als Animator für District 9 gebucht.

Gerade zurück in Deutschland konnte ich schon wieder die Koffer packen und ab nach Vancouver.







Der Film war kommerziell sehr erfolgreich. Die Effekte sehen sehr gut aus. Hattest Du schon während der Arbeite an „District 9“ das Gefühl „Das wird ein Knaller“?

Wie es bei solch einer Produktion meistens ist, habe ich nie den gesamten Film zu sehen bekommen. Ich bekam nur die Szenen an denen ich gearbeitet habe zusehen. Daher konnte ich zu diesem Zeitpunkt nicht einschätzen wie der Film in seiner Gesamtheit wirkt. Aber im Nachhinein muss ich sagen, die Effekte sind sehr gut geworden.







Was sind die Besonderheiten beim Arbeiten mit Motion-Capture Daten?

Die ersten Arbeiten beim animieren auf Basis von Motion-Capture Daten ist die Animations-Daten so gut es geht von Stördaten (Jittern, Zuckeln) zu bereinigen und trotzdem möglichst viel von der Performance des Motion-Capture Performers  beizubehalten.

Das Nachbearbeiten und Ausglätten der Animationskurven der Motion-Capture Daten, ohne viel von den Animationsfeinheiten zu verlieren, fand ausschliesslich im Graph Editor von Maya statt.

Eine grosse Herausforderung beim arbeiten mit Motion-Capture Daten ist, herauszufinden inwieweit man das Acting des Motion-Capture Performers verändern darf.

Der grosse Vorteil von Motion-Capture ist die Möglichkeit für den Director schon während des Filmdrehs die Interaktion von Schauspieler und CG-Character zu bestimmen, zu bewerten und vor allem „abzunehmen“. Dieses Arbeiten ist weit weniger abstrakt als ohne Feedback des CG-Characters zu arbeiten und erst auf eine Version des Animators zu warten. Soweit die Theorie. Leider ist es beim Acting des Motion-Capture Performers oft so, das die Bewegungen sehr menschlich sind. Im Fall von „District 9“ bedeutete dies, die menschlichen Bewegungen später mithilfe von  Keyframe-Animation so zu verändern, das sie „Insekten-artige“ Züge aufweisen.

Hinsichtlich der Animation macht Motion-Capture am meisten Sinn wenn die Figuren menschenähnliche Charakterzüge aufweisen sollen. Es macht z.B. keinen Sinn Motion-Capture für Cartoon-artige Figuren zu verwenden, dafür gibt es genug schlechte Beispiele.





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